25. BayWa-Fohlencup sponsored by Pegus Horse Feed

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Fohlen wecken Kaufinteresse

Schulterschluss beim Fohlencup der PZG Holledau ist up to date

Bei idealem, meist sonnigen Spätsommer-Wetter konnten die einzelnen Regentropfen dem kurzweiligen und abwechslungsreichen Jubiläumscup der PZG Holledau keinen Abbruch tun. Knapp 50 Fohlen waren auf der Reitanlage des PSV St. Georg Hagau am Start und auch nach einem Vierteljahrhundert scheint das Fohlenchampionat topaktuell und sehr angesagt zu sein. Die zukünftigen Überflieger, Dressur-Aspiranten und talentierten Sport- und Kinderponys weckten Begehrlichkeiten bei den rund 500 Zuschauern und so manches Verkaufsgespräch wurde am Rande geführt.
Bei den Ponyfohlen gab es in diesem Jahr mit 16 Youngsters ein hervorragendes Starterfeld. Der Bayerische Zuchtverband für Kleinpferde- und Spezialpferderassen e.V. hatte vor Ort termingleich einen Registrierungstermin angesetzt und viele Züchter nutzten die Chance, ihren Nachwuchs auch auf dem Ring zu präsentieren. Es war ein qualitativ sehr enges Starterfeld. Bei zehn platzierten Fohlen lagen zwischen dem Sieger und der 1. Reserve nur 0,26 Punkte! Das bemerkte auch Hausherr Georg Schweiger: „Dieses Jahr fällt mir besonders auf, dass die Ponyzucht in Bayern deutlich im Kommen ist. Es ist toll, dass so viele hochwertige Ponys heute vorgestellt wurden.“

Tatsächlich gewonnen!

Eine charmante Tochter des Doppel-Bundeschampions Cosmo Royale entschied mit 8,43 am Ende die Konkurrenz für sich: Cosmos Deliah ist neue BayWa-Championesse der Ponyfohlen. Richter und Ponyfachmann Klaus Biedenkopf fasste zusammen: „Ein Stutfohlen, das im Moment zwar etwas überbaut ist, aber das hat ihr im Trab überhaupt keine Probleme bereitet. Sie war immer groß in der Bewegung, konnte mit sehr viel Takt beliebig die Tritte verlängern, zulegen und sich wieder zurück nehmen. Sie blieb dabei groß und hatte immer den Schwerpunkt auf der Hinterhand.“ Die Mutter Golden Ceasy (Golden State / Clooney AT) ist Staatsprämienstute und die Vollschwester zu dem gekörten Hengst Golden Grey, der 2. Reservesieger in Münster-Handorf und Vize-Bundeschampion war. „Haben wir jetzt tatsächlich gewonnen?“ fragte Züchterin Christine Wintermayr (Untermauerbach) ungläubig. Mit ihr freuten sich neben der Familie noch zahlreiche Freunde aus der ganzen Stallgemeinschaft, die zusammen angereist waren.
0,03 Punkte trennten die beiden Reservesiegerinnen von der Siegerschärpe. Das jüngste Ponyfohlen der Kollektion, Salina (Dance Star AT / Giglbergs Spotlight) braucht, laut Biedenkopf, „in der Bewegung keine Spannungsmomente. Dieses Fohlen zeigte sich vom ersten Tritt an ganz locker, taktsicher und ist mit dem nötigen Schub und Schwung schon ausgestattet.“ Züchter und Besitzer des schönen Stütchens ist Familie Dr. Betz (Schernfeld).
Ebenfalls Silber bekam die altersgemäß gut entwickelte Dancing Sunshine (Diamond Touch / FS Don`t Worry BP) aus der Zucht und im Besitz von Katharina Treitinger-Sylvestre (Siegenburg). Klaus Biedenkopf: „Ein bedeutendes Stutfohlen in ganz herrlicher Dunkelfuchs-Jacke, die einen wunderbaren Stutencharme verkörpert. Sie hat groß angelegte Körperpartien – auch mit einer gewissen Tiefe, die wir gerade bei Stuten sehr gerne haben möchten.“

Erstmalig lobte die PZG Holledau einen Sonderpreis für das beste Welsh-Pony, gestiftet von Familie Donandt vom Ferstlhof in Oberding, aus. Diesen bekam Kienbergs Goldinand (Cadlanvalle / Breeton Bric) vom Gestüt Kienberg in Rennertshofen. Der palominofarbene Hengst wusste anscheinend auf sich aufmerksam zu machen, denn unter den Zuschauern war Franz Galneder (Taufkirchen), der Goldinand spontan vom Platz weg kaufte! „Den hab ich für meinen Enkel gekauft“ erzählte er freudig. „Er hat uns auf dem Ring gefallen und die Farbe wollten wir auch gerne mal im Stall haben. Geplant war das heute nicht. Aber die Idee, ein Pony für den Enkel zu kaufen, ist nicht neu. Das Fohlen hat mir spontan gefallen.“ Das sorgte am Rande bei einer Jungzüchterin der PZG Holledau wiederum für einige Tränen – hatte sie sich doch auch in Goldinand verliebt und hätte ihn gerne mit nach Hause genommen.

Ohne sie läuft gar nichts

Den Jungzüchtern der PZG Holledau gebührt ein großes Lob – läuft doch ohne sie gar nichts! Die Größeren musterten Runde um Runde gekonnt und mit viel Ausdauer die Fohlen und die Kleineren unterstützten die Richter bei der Erfassung der Noten. „Der Schulterschluss zwischen Zucht und Sport am Fohlencup der PZG Holledau mit der Einbindung der Jungzüchter ist vorbildlich. Das ist unglaublich up to date!“ lobte Christoph Rowold das Engagement in der Nachwuchsarbeit. Und Sebastian Horler, der in der Mittagspause die Führzügelklasse mitrichtete, stellte fest: „Schon bei der Führzügelklasse werden die Kinder mit der Frage `Bist Du denn schon bei den Jungzüchtern dabei?` auf das Dabeisein heiß gemacht. Und die aktiven Jungzüchter werden dann hier am Platz gewürdigt und in den Mittelpunkt gestellt. Das motiviert zum Mitmachen.“
Neun Kinder zeigten in der Mittagspause in zwei altersgerechten Abteilungen ihr Können in der Führzügelklasse. Diese waren gleichzeitig auch die Qualifikation zum Bayerns Pferde Champions Club. Es siegte bei den Älteren Katharina Wenger (Ingolstadt) mit Piet, die von ihrer Mama Melanie unterstützt wurde. Sehr selbstbewusst, mit einem sehr gut ausbalancierten Grundsitz und gefälliger Zügelführung zeigte sie ihrem Pony die Richtung. Anika Schwarz auf Dark Dancing bekam die Silberne Schleife. Bei der Fragrunde durch die Vorsitzende der PZG Holledau, die auch eigene Mama ist, hat es der sonst kecken Sechsjährigen fast ein bisschen die Sprache verschlagen hat.
Die 2. Abteilung entschied Leonie-Marie Kersche auf dem Haflinger Olexis für sich. In der Woche davor hatte sie ihren ersten Start in einer Führzügelklasse und nun gleich einen Sieg! Klaus Biedenkopf lobte den korrekten und entspannten Sitz. „Locker, flockiges Einsitzen in die Bewegung des Pferdes – das wollen wir sehen.“ Die Zweitplatzierte Ella Wagner absolvierte auf Princess mit großem Ernst die Prüfung.

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